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Nooteboom Manoovr latest generation MULTI-PL Semi low-loaders ground-breaking innovation for abnormal road transport

August 2015

Die neue Semitieflader-Generation von Nooteboom: MANOOVR Multi-PL. Einzigartige Merkmale sind: extrem niedrige Ladeflächenhöhe und hohe gesetzlich zulässige Achslasten. Konkret: Die Kombination ab 780 mm Ladeflächenhöhe und mindestens 12 Tonnen Achslast für ganz Europa – also auch für die Niederlande oder Frankreich – machen den MANOOVR außergewöhnlich. Während der kommenden BedrijfsautoRAI, der Nutzfahrzeugmesse in Amsterdam vom 20. bis 24. Oktober, erlebt der MANOOVR MPL seine Weltpremiere. Auf dem Nooteboom-Stand wird er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

Fortschrittliche Technik

Han Rekers ist als Verkaufsleiter bei Nooteboom tätig. Er war an der Umsetzung der MANOOVR Technologie massgeblich beteiligt. Stefan: „Ausgangspunkt bei der Entwicklung war, bei allen wichtigen Parametern bessere Werte als bestehende Techniken zu liefern. Das ist uns gelungen. Der MANOOVR erhält wegen der Pendelachsen in den Niederlanden 12 Tonnen Achslast mit dauerhafter Ausnahmegenehmigung. Das ist bedeutend mehr als bei Aufliegern mit anderen Formen der geteilten Achse, die in vielen Fällen auf 9 Tonnen pro Achse beschränkt bleibt. Mit 780 mm Ladeflächenhöhe haben wir im Vergleich zum gegenwärtigen Multi-PX 70 mm gewonnen. Im Spezialtransport, wo jeder Zentimeter zählt, ist das ein großer Fortschritt. Kein anderer Hersteller bietet 70 Grad Lenkeinschlag. Mit einem Ausgleichshub von 500 mm sind wir die besten am Markt. Soll ich fortfahren? Die Lebensdauer der Reifen ist enorm, manchmal drei bis viermal länger als bei einem Auflieger mit anderer Einzelradaufhängung. Und unser MANOOVR MPL ist vor allem einfach und leicht konstruiert mit Blick auf viel Nutzlast und niedrige Unterhaltskosten.“

Maximal 500 mm Ausgleichshub

Han Rekers: “Aus unserer Sicht haften an anderen Formen der Einzelradaufhängung zu viele entscheidende Nachteile. Hoher Reifenverschleiß, eingeschränkter Federweg, keine wirklich Strassenschonende Bauweise und letztendlich hohe Betriebskosten: Das sind einige der Nachteile, die ich meine. Darum haben wir einen eigenen Kurs eingeschlagen. Mit unserem MANOOVR haben wir Probleme minimiert. Der MANOOVR hat gut 50% mehr Federweg als ein Auflieger mit anderer Einzelradaufhängung. Beim teleskopierten Lastzug mit vielen Achsen muss der Ausgleichshub die Unebenheiten des Weges kompensieren. Wenn der Hub eingeschränkt ist, ruht immer wieder ein großer Teil der Ladung auf einer einzelnen Achse. Mögliche Folgen: Schäden am Auflieger, an der Ladung oder am Straßenbelag. Der Ausgleichshub des MANOOVR ist mit 500 mm sicher ausreichend dimensioniert, um diese Schäden zu vermeiden. Auch für das Be- und Entladen ist ein großer Hub essentiell.“

Bis zu 70 Grad Lenkeinschlag

Die MANOOVR MPL Generation trägt ihren Namen nicht umsonst: Maximal 70 Grad Lenkeinschlag macht das „MANOOVRieren“ ungeahnt effektiv. Um die optimale Lenkbarkeit zu gewährleisten – sowohl eingeschoben als auch teleskopiert – kann die Lenkung einfach angepasst werden. Zum Verstellen der Lenkung muss der Fahrer nicht mehr unter das Fahrzeug. Die Steckbolzen sind von oben erreichbar. Ein Umsetzen gibt vor, ob die vorderen Achsen des Trailers mit der Sattelzugmaschine mitlenken (erwünscht bei eingeschobenem Trailer, also entgegengesetzt zu den hinteren Achsen), starr bleiben oder mit den hinteren Achsen des Trailers mitlenken. Äußerst einfach und mit verblüffendem Resultat: Der Trailer läuft sowohl eingeschoben als teleskopiert perfekt hinter der Sattelzugmaschine her und hat damit einen minimalen Reifenverschleiß. Bei der Verwendung eines Multidollys bietet der Multi-PL darüber hinaus die Möglichkeit, die Lenkung des Multidollys hydraulisch anzupassen um das optimale Lenkschema in allen Kombinations Kategorien zu gewährleisten.

MANOOVR: entwickelt für niedrige Betriebskosten

Die MANOOVR Technologie wurde für eine lange Lebensdauer und minimale Betriebskosten entwickelt. Mit wenig Drehpunkten in Lenkung und Federung ist die Empfindlichkeit für Verschleiß minimal. Jede Achse ist mit einem vollkommen neu entwickelten Lager am Chassis montiert. Diese innovative Konstruktion macht den Trailer flach und bietet zugleich eine starke und solide Achsaufhängung.

Reifen: 300.000 km!

Beim straßengebundenen Spezialtransport machen die Kosten für den Reifenersatz einen großen Teil des zu berücksichtigen Pflege- Wartungs- und Reparaturaufwandes aus. Beim MANOOVR bleibt die Stellung der Reifen in jeder Position gleich. Ob das Rad nun eingelenkt ist oder in einer abweichenden Fahrhöhe steht: der Reifen wird nicht seitwärts gedrückt. Der Reifenverschleiß ist zwar immer abhängig vom Einsatz, aber im Mittel können die Reifen 300.000 km verwendet werden.

Der Fortschritt liegt im Detail.

Die MANOOVR MPL Generation weist eine Vielzahl von neuen Details auf. So kann das Verhältnis zwischen Sattellast und Achslast auf die vorderen Achsen des Trailers einfach hydraulisch verstellt werden. Ein 30-Tonnen-Schwanenhals lässt sich stufenlos von 18 Tonnen für eine 6×4 Sattelzugmaschine bis zu 30 Tonnen für eine 8×4 Sattelzugmaschine regeln, bei zwölf Tonnen pro Achslinie auf dem Dolly. Die Regelung basiert auf zwei vertikalen Zylindern in der Halskonstruktion. Auch die Verbesserung von Ergonomie und Sicherheit erhält Aufmerksamkeit. Die Bedienung ist logisch, einfach und zentral unter dem Schwanenhals positioniert.
Ein wichtiger Punkt für die Sicherheit ist die Stabilität des Trailers, vor allem bei Ladungen mit hohem Schwerpunkt. In normaler Fahrhöhe fährt der Trailer mit Dreipunktabstützung, bei der Ausgleich zwischen den Achsen maximal ist. Bei niedriger Geschwindigkeit kann auf Vierpunktabstützung umgeschaltet werden, die während des Manövrierens mehr Seitenstabilität gibt. Diese hydraulische Umschaltung ist ein großer Fortschritt für die Sicherheit beim Manövrieren mit schwerer Ladung und hohem Schwerpunkt.

Lieferbar mit 3 bis 10 Achsen.

Die MANOOVR Multi-PL Generation ist ab Einführung mit 3 bis 10 Achsen lieferbar. Die Ladefläche kann einfach, doppelt oder dreifach teleskopierbar sein. Den Schwanenhals gibt es in einer 25- und einer 30-Tonnen-Ausführung, erhältlich ist der MANOOVR Multi-PL in den zwei Breiten 2.550 mm und 2.750 mm. Künftig wird die MANOOVR Technologie auch innerhalb des Nooteboom Tiefladerprogramms eingesetzt.

Fakten und Märchen.

Über Pendelachsen und andere Formen der Einzelradaufhängung halten sich hartnäckige Vorurteile. Die wichtigsten auf einen Blick:

1. Alle Auflieger mit Einzelradaufhängung kann man Europaweit mit 12 Tonnen pro Achslinie mit Ausnahmegenehmigung zulassen.
FALSCH. In einigen Ländern ist die maximal zulässige Achslast für Pendelachsen und anderen Einzelradaufhängungen aufgrund undurchsichtiger Gesetzeslagen gleich, aber in Ländern wie z.B. den Niederlanden oder Frankreich nicht. Der MANOOVR hat dort 2 bis 2,5 Tonnen mehr Nutzlast pro Achslinie.

2. Der Reifenverschleiß ist bei einer Pendelachse sehr gering.
WAHR. Die Fahrhöhe hat keinen Einfluss auf die Stellung der Räder. Das perfekte Zusammenspiel von Ausrichtung, Federweg und Lenkeinschlag der Pendelachse beeinflussen den Reifenverschleiß viel günstiger als bei Aufliegern mit anderer Einzelradaufhängung.

3. Pendelachsen sind teuer im Unterhalt.
FALSCH. Die Pendelachsen und die Lenkung des MANOOVR haben bis zu 50 % weniger Drehpunkte im Vergleich mit Aufliegern, die über eine andere Form der Einzelradaufhängung verfügen. Die Gelenkbuchse ist darüber hinaus komplett wartungsfrei.

4. Semitieflader mit Pendelachsen sind schwerer als solche mit einer anderen Einzelradaufhängung.
FALSCH. Die Verwendung von Pendelachsen und der einzigartigen MANOOVR Technologie macht es möglich, einen hoch bauenden Zentralträger zu verwenden. Dieser hat bei gleicher Tragfähigkeit bzw. Torsionssteifheit ein viel geringeres Gewicht. Der leichte Träger und die Einfachheit der Pendelachskonstruktion hat ein sehr günstiges Eigengewicht des MANOOVR Multi-PL zur Folge und ist damit im direkten Vergleich sicher nicht schwerer als Auflieger mit anderer Einzelradaufhängung.

Nooteboom MANOOVR

Niedrigste Kosten pro Kilometer. Gerrit Kooij

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Die vollständig im Familienbesitz befindliche Koninklijke Nooteboom Group feiert im kommenden Jahr ihr 135-jähriges Bestehen. Während dieser langen Geschichte entstanden im Konstruktionsbüro von Nooteboom viele bahnbrechende Entwicklungen für den Schwertransport. Verschiedene Innovationen öffneten mit Beginn der 1980‘ziger Jahre den europäischen Markt für Nooteboom. An dieser Stelle sei nur der 2005 erstmals vorgestellte EURO-PX (Tieflader Fahrwerke mit Pendelachsen in Kombination mit Baggermulde) genannt. Diese Technik bietet nach wie vor den niedrigsten Kilometerpreis in der Schwertransportbranche.
2015 steht für Nooteboom voll im Zeichen der Einführung der MANOOVR Technologie. Revolutionär, innovativ, solide und standfest. Aber vor allem eines, genial einfach konstruiert. Auf Basis der Parameter und der bekannten Zuverlässigkeit von Nooteboom Produkten haben etliche Kunden den neuen MANOOVR MPL bereit ungesehen gekauft. Der MANOOVR: entworfen mit Blick auf die Zukunft, für maximale Einsetzbarkeit und niedrigste Kilometerkosten!